Hm, wie soll ich anfangen.......
Vor mittlerweile gut zweieinhalb Jahren hab ich mal wieder meine Nähmaschine ausgepackt und angefangen, für das Lieblingskind zu nähen.
Bei einem Kleidchen + passendem Kopftuch blieb es nicht und so musste nach kurzer Zeit auch eine neue Maschine her. Die ist mittlerweile schon gegen etwas Höherwertigeres ausgetauscht und hat Verstärkung bekommen von einer Ovi.
Die Stoffmengen versuche ich auf zwei große Aufbewahrungsboxen vom Möbelschweden zu beschränken. Das klappt ganz gut. Allerdings nimmt die Stoffrestesammlung Überhand - da muss ich mir dringend etwas einfallen lassen.
Und hier kommen wir zum eigentlichen Thema: ich mag KEINE Tüddeleien mehr nähen. So schön wie es ist, wenn Reste verschwinden - das Ergebnis ist mir schlicht und ergreifend zu klein. Die viele Arbeit, die vergleichsweise drin steckt, sieht man ihm nicht an. Ganz zu schweigen davon, dass die Stoffansammlung insgesamt nicht kleiner wird.
Ungeplant hat mir ein toller Schnitt für ein Raglan-Shirt aus meinem "Nähtief" herausgeholfen.
Am Freitag Abend zugeschnitten und gleich genäht, angezogen und für gut befunden. Hach, ich find es toll. Nun kann der Frühling wirklich kommen.
Der Stoff dürfte ein Interlock von Trigema sein. Das Schnittmuster sitzt prima. Sollte es auch bei Maßanfertigung ;o) Nur die Länge hat diese Bezeichnung nicht verdient ... glücklicherweise habe ich VOR dem Zuschnitt drüber gestutzt und 15 cm verlängert. So passt das Shirt prima.
Am Samstag hab ich mich dann mit meinen Stoffkisten verabredet und im Akkord zugeschnitten: 6 Oberteile für das Lieblingskind, 3 für mich und den Wendewickelrock Midsommar für meine Mama zum Geburtstag.
Da ich gerade schwarzes Garn in der Ovi hatte, hab ich zuerst die dunklen Sachen vernäht:
Partnerlook - Raglan - Shirts für das Lieblingskind und mich
Als nächstes ein Raglanshirt für mich. Das ist die Grundform für ein weiteres. Ich wollte erstmal diese Kragenvariante testen. Ein Rock kommt dann evtl. auch noch dazu. Hier muss ich mir erst noch überlegen, ob ein enger Rock aus Jersey so wirklich das Richtige ist ;o) Die Inspiration dafür hab ich hier gefunden.
Tja ... und der Rock ... gut, dass er fertig ist... Um das Therapieziel zu erreichen, war er schon fast zu aufwändig. Aber ich hab's geschafft! Das Geschenk für Sonntag ist fertig. Mal ausnahmsweise nicht auf allerletzten Drücker. Die Knöpfe kommen dann am lebendigen Model dran.
Auf die Tasche, die zwar das absolute Highlight des Schnittes ist, hab ich verzichtet. Zum einen braucht meine Mama sie nicht und zum anderen ist der Aufwand dafür mindestens genauso hoch wie für den Rockteil. Nee, darauf hatte ich keine Lust!
Ich glaub, aus dem gestreifen Jeansstoff krieg ich noch nen engen Rock für mich heraus. Schau'n mer mal...
Und nun kommt helleres Garn in die Ovi, damit auch die "restlichen" Projekte noch genäht werden.
Fazit: die Stoffkisten bieten Platz für Neues (was ehrlich gesagt schon unterwegs ist *hüstel*), die Frühlingsgarderobe hat ein Fundament im neuen Stil und mein Nähtief ist hoffentlich bald überwunden.
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