Donnerstag, 27. Februar 2014

Mein Mann, seine Kollegin und vielleicht auch ich

Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;o)

Nein, hier ist alles jugendfrei!

Aber was meint sie denn jetzt mit Ihrer Überschrift???

Alsooooooooo:

An einer Hose vom Lieblingskind hat der Reißverschluss den Geist aufgegeben. Mit Hosenreißverschlüssen steh ich noch immer auf absolutem Kriegsfuß. Ganz zu schweigen davon, eine Hose erst auftrennen und dann wieder mit Reißverschluss zusammensetzen zu müssen.

Deshalb hab ich dem Lieblingspapa vom Lieblingskind Hose mitsamt neuem RV in die Hand gedrückt, mit der Bitte, alles in einer Änderungsschneiderei abzugeben. Er hat eine auf dem Arbeitsweg.

Heute kam er mit reparierter Hose nach Hause: eine Kollegin von ihm hat das mal eben schnell gemacht.

Äääähm, wer jetzt? Wie jetzt? Wer bitte macht denn sowas?

Nun ja, die Dame ist vermutlich sogar gelernte Schneiderin.

Tja und jetzt hoffe ich drauf, dass es sich erstens bewahrheitet, dass sie vom Fach ist und sie mir zweitens ein paar Tipps und Kniffe zeigen mag. Vor allem, weil ich mir doch Kleider nähen möchte. Nicht aus Jersey, sondern aus Webware.

Ein bisschen albern komme ich mir dabei vor - aber ich bin echt aufgeregt, ob sich hier etwas ergeben wird......

Montag, 24. Februar 2014

Audrey-Kleid

Was tut frau, wenn das Kleid sooooooo wahnsinnig gut gefällt, der Preis aber so gar nicht???

Richtig: selbst planen und das Abenteuer wagen.

So ging es mir mit einem wundervollen Kleid, dessen Stil mich an die unvergleichbare Audrey Hepburn erinnert.

Ein Traum von einem Kleid, das ich mir eigentlich bereits zu Weihnachten nähen wollte. Aber irgendetwas war immer... Bis Frau Burow ihre wunderbare Inspirations ins Leben gerufen hat.

Wann, wenn nicht jetzt dieses Kleid nähen? Stoff hab ich schon lange, Schnitt im Kopf einsatzbereit.

Leider bin ich mir beim Zuschneiden mal wieder selbst auf den Leim gegangen - ich hätte meine reichlichen Überlegungen wohl zwischendurch besser mal auf Papier festhalten sollen! Denn bei 2 Stück Stoff, von denen einer in der Mitte ein größeres Loch hat, sollte man ziemlich genau überdenken, was man tut.

Doch leider hatte ich schon drauflos geschnippelt, als mir wieder einfiel, dass ich das Rockteil aus einer geraden Stoffbahn mit eingelegten Falten nähen wollte. Denn so hab ich nun reichlich 5 cm in der Länge verloren.

Dennoch: dafür, dass ich alles selbst zusammengewerkelt hab, bin ich mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden. Auch, wenn ich mit der Rocklänge eher in den 70er als in den 50er Jahren gelandet bin ;O)

Mit vielen Fotos kann ich leider nicht dienen. Die kleine Fotografin war ein wenig aufgeregt beim Shooting. Und Fotos von Stiefeln gehören hier wohl eher nicht her ;O)



Ein Problem, was ich auch im 2. Anlauf nicht lösen konnte, ist der Kragen.

Ich hab Baumwolljersey genommen, der nur wenig dehnbar ist. Die Nahtzugabe habe ich festgesteppt.

Zuerst hab ich den Kragen 2 Mal im Oval zugeschnitten und zusammen genäht. Das Resultat war wellig ohnegleichen.

Jetzt hab ich den Kragen einfach als Streifen zugeschnitten und doppelt gelegt mit wenig Dehnung angenäht. Das Ergebnis seht Ihr hier:



Wenn also bitte jemand den ultimativen Tipp oder auch nur eine leise Idee hat - bitte her damit! Denn SO gefällt es mir nicht!

Sonntag, 23. Februar 2014

Lieber Frühling,

wir sind sehr froh, dass Du uns gefunden hast.

Deine Boten in unserem Garten gefallen uns sehr gut.



Bitte bleib noch ein bisschen bei uns.

Damit all die neuen Kleidchen bald so richtig ausprobiert und ausgeführt werden können.

 
 
Und ab damit zu den Meitlisachen...

Dienstag, 18. Februar 2014

Therapeutisches Nähen - Teil 3 ...

... oder: "Isch habe fertisch!"

Ich habe tatsächlich alles vernäht, was ich vor 10 Tagen zugeschnitten habe!

Und hier kommt nun der 3. und letzte Streich - 2 Sommerkleidchen für das Lieblingskind.


Beim gestreiften Kleidchen hab ich den Volant als Ring zugeschnitten. Das fällt sehr schön und der etwas stabilere Sanettajersey lässt sich super rollsäumen.

Leider konnte ich diese "Technik" mit dem Volant beim Waschbärenkleidchen nicht anwenden und hab den Ringeljersey als Streifen an das gedehnte Kleid genäht. Das geht eindeutig zu Lasten der Silhouette und der Rollsaum schlägt sich extrem nach oben.

Das nächste Projekt zum Stoffabbau werden T-Shirts für den Lieblingspapa vom Lieblingskind. Oder vielleicht doch erst ein Cardigan passend zu meinem neuen cobaltblauen Raglanshirt ;O) ????

Donnerstag, 13. Februar 2014

Therapeutisches Nähen - Teil 2

Gestern und heute sind 3 Shirts für das Lieblingskind fertig geworden.

Damit sollte sich der Frühling doch locken lassen!


Tja, und wer sich hier auf's Bild geschlichen hat - das erzähle und zeige ich Euch ein anderes Mal ;O)

Dienstag, 11. Februar 2014

Therapeutisches Nähen - Teil 1

Hm, wie soll ich anfangen.......

Vor mittlerweile gut zweieinhalb Jahren hab ich mal wieder meine Nähmaschine ausgepackt und angefangen, für das Lieblingskind zu nähen.

Bei einem Kleidchen + passendem Kopftuch blieb es nicht und so musste nach kurzer Zeit auch eine neue Maschine her. Die ist mittlerweile schon gegen etwas Höherwertigeres ausgetauscht und hat Verstärkung bekommen von einer Ovi.

Die Stoffmengen versuche ich auf zwei große Aufbewahrungsboxen vom Möbelschweden zu beschränken. Das klappt ganz gut. Allerdings nimmt die Stoffrestesammlung Überhand - da muss ich mir dringend etwas einfallen lassen.

Und hier kommen wir zum eigentlichen Thema: ich mag KEINE Tüddeleien mehr nähen. So schön wie es ist, wenn Reste verschwinden - das Ergebnis ist mir schlicht und ergreifend zu klein. Die viele Arbeit, die vergleichsweise drin steckt, sieht man ihm nicht an. Ganz zu schweigen davon, dass die Stoffansammlung insgesamt nicht kleiner wird.

Ungeplant hat mir ein toller Schnitt für ein Raglan-Shirt aus meinem "Nähtief" herausgeholfen.

Am Freitag Abend zugeschnitten und gleich genäht, angezogen und für gut befunden. Hach, ich find es toll. Nun kann der Frühling wirklich kommen.


Der Stoff dürfte ein Interlock von Trigema sein. Das Schnittmuster sitzt prima. Sollte es auch bei Maßanfertigung ;o) Nur die Länge hat diese Bezeichnung nicht verdient ... glücklicherweise habe ich VOR dem Zuschnitt drüber gestutzt und 15 cm verlängert. So passt das Shirt prima.

Am Samstag hab ich mich dann mit meinen Stoffkisten verabredet und im Akkord zugeschnitten: 6 Oberteile für das Lieblingskind, 3 für mich und den Wendewickelrock Midsommar für meine Mama zum Geburtstag.

Da ich gerade schwarzes Garn in der Ovi hatte, hab ich zuerst die dunklen Sachen vernäht:

Partnerlook - Raglan - Shirts für das Lieblingskind und mich


Als nächstes ein Raglanshirt für mich. Das ist die Grundform für ein weiteres. Ich wollte erstmal diese Kragenvariante testen. Ein Rock kommt dann evtl. auch noch dazu. Hier muss ich mir erst noch überlegen, ob ein enger Rock aus Jersey so wirklich das Richtige ist ;o) Die Inspiration dafür hab ich hier gefunden.


Tja ... und der Rock ... gut, dass er fertig ist... Um das Therapieziel zu erreichen, war er schon fast zu aufwändig. Aber ich hab's geschafft! Das Geschenk für Sonntag ist fertig. Mal ausnahmsweise nicht auf allerletzten Drücker. Die Knöpfe kommen dann am lebendigen Model dran.

Auf die Tasche, die zwar das absolute Highlight des Schnittes ist, hab ich verzichtet. Zum einen braucht meine Mama sie nicht und zum anderen ist der Aufwand dafür mindestens genauso hoch wie für den Rockteil. Nee, darauf hatte ich keine Lust!



Ich glaub, aus dem gestreifen Jeansstoff krieg ich noch nen engen Rock für mich heraus. Schau'n mer mal...

Und nun kommt helleres Garn in die Ovi, damit auch die "restlichen" Projekte noch genäht werden.

Fazit: die Stoffkisten bieten Platz für Neues (was ehrlich gesagt schon unterwegs ist *hüstel*), die Frühlingsgarderobe hat ein Fundament im neuen Stil und mein Nähtief ist hoffentlich bald überwunden.

Freitag, 7. Februar 2014

Wie weit ist es bis nach Russland?

Dank des www ist es nur einen Mausklick entfernt. Und Dank einer lieben Forenbekanntschaft bin ich auf das Schnittmuster für einen Cardigan gestoßen, wie ich ihn schon länger gesucht hab.

Ich muss zugeben, trotz 10 Jahren Russischunterrichts kann ich zwar die kyrillischen Buchstaben lesen - aber verstanden hab ich so gut wie nichts...

Dennoch hab ich mich dran gewagt und die Jacke letztendlich intuitiv zusammengenäht. Am Kragen hab ich mich beim Einsetzen des Nackenstücks vertan. Aber unter dem Tuch sieht es niemand ;o) Oder isses Euch aufgefallen???

Verwendet hab ich Sweat von Trigema . Er ist recht steif, wärmt aber gut. Für das nächste Mal werde ich definitv leichter fallenden Stoff verwenden. Dann sieht's bestimmt auch nicht mehr so schwanger aus ;o)

Das rote Revers (oder wie heißt das bei so einer Jacke???) ist aus Interlock. Den Rand hab ich mit Vlieseline Formband verstärkt. Der Effekt gefällt mir gut. Nichts beult.

 
 
Das oberste Knopfloch muss ich noch ein bisschen zunähen. An dieser Stelle hab ich gerade noch ein wenig mit der Nähmaschine über die Größe der Knopflöcher diskutiert und hatte dann, nachdem ich das 1. Knopfloch 2 Mal und das 2. Knopfloch 3 Mal wieder aufgetrennt hatte, keine Lust mehr auf Korrekturen.





Bei der nächsten Jacke werde ich auch die Oberteile verlängern. Ich denke, das wirkt bei meiner Oberweite einfach besser *hüstel*.

Ich freu mich jetzt noch ein bisschen über ein weiteres neues Stück in meinem Kleiderschrank und wünsche Euch ein schönes Frühlingswochenende!